Showing user profile of selected author: - Amsigall
Tuesday, September 29. 2009
So, da haben wir es! Unser großer (künftiger) Außenminister brüskiert schon mal andere Nationen, reagiert belehrend-stur auf einen Englisch sprechenden Journalisten, man könnte auch einfach sagen doof-deutsch. Peinlich, diese Szene zu sehen, peinlicher noch das Scheitern hinter der Pose, schön auf die Reihe gebracht hier:
http://www.vorwaerts.de/node/8676
Friday, June 12. 2009
Endlich mal eine überaus positive Nachricht inmitten all der krisenhaften: Der JOKER23 wird heute 23 + x Jahr! Da gratulieren wir alle inniglichst, bejubeln die Tatsache seiner Geburt, genießen, dass er hier ist auf dieser schönen Erde und wir das Vergnügen haben, ihn zu kennen!!!!!! Das muss doch mal gesagt werden!!!!!!!!
Schönen Tag wünsche ich und genussvolle Jubelfeiern!
Wednesday, December 10. 2008
Immer wieder erreichen einen so merkwürdig anmutende Satzfetzen, die man gar nicht direkt hat hören wollen, aber die im Vorbeigehen in die Gehörgänge zischen und einen dann doch irgendwie beeindrucken. So höre ich z.B. auf der Hauptstraße von Fechenheim einen Mann zu einem anderen sagen: "Wir sind ein Verein von Türken und Marokkanern für minderwertige Menschen." - Hoppla, da wärs doch gar nicht so schlecht gewesen, sich ein bisschen mehr in die Feinheiten der deutschen Sprache einzuarbeiten - oder nicht? Und in der Pause am Kabarettabend sagt ein Mann zu seiner Frau: "Über meine Witze lachst du nicht, obwohl ich dasselbe sage wie der Hagen Rether!" - Ja, vielleicht ist dasselbe doch eher das gleiche und stimmt letztlich nicht so ganz überein... Man muss vielleicht noch dazu sagen, dass das Publikum dieser Rether-Veranstaltung sich vorwiegend aus Hörern von HR2 Kultur zusammensetzte. Die haben, wie mir schien, so einen ganz eigenen Humor.
Und dann war da noch der Autobastler, der in seinem Auto saß, das Radio einbauen wollte und wegen des infolge starker Beleibtheit großen Luft- und Raumbedarfs die Autotür weit geöffnet hatte. Ich wollte just neben seinem Auto parken, habe kurz gehupt, damit ich seine Autotür nicht abfahren musste. Er zieht sie zu und sagt aufgebracht: "Des geht aber aach annerster!" Ich frage ihn lächelnd: "Aber warum?" und erkläre noch kurz, dass das eigentlich nicht "annerster" heißt, sondern dass man das annerster sagen muss. Er knallt die Tür zu. Als wir von unserem Spaziergang zurückkommen, hat er die Tür wieder weit geöffnet. Ich beuge mich hin zu ihm und sage: "Darf ich Sie bitten, die Tür kurz zuzumachen? Ich kann grad nicht hupen!" Er knallt die Tür zu. Ja, geht denn das nicht annerster? 
Sunday, November 23. 2008
Heute war ich mal wieder im Schwimmbad. Gut, einige von euch werden jetzt genervt aufstöhnen Tolle Info! Aber Geduld: Ich komme sofort zum Kern der Geschichte. Da ich schon um 9 Uhr (sonntags!) da war, dachte ich, es wäre sicher ganz leer. Aber mit diesem Irrtum fing alles an! Am Eingang war eine Schlange von mindestens 15 Rentnern und Rentnerinnen, zum Glück auch ein paar jüngere Leute dazu, auch ein bodygebildeter Mitvierziger mit vielen goldenen Armbändern, Halsketten, Ohrringen und Locken. Alle schienen einander zu kennen, viel Hallo! und Ei gude! Wie? Ein stadtbekannter (Dörnigheim-Stadt) Komiker, so zwischen 90 und Tod stand als erster in der Reihe. Er wurde gefragt, wo er denn aufgetreten sei. In Nidderau, unn zwar des letzte Mal! sagt er. Das finde ich persönlich sehr pietätvoll. Man soll nicht über Greise lachen. Eigentlich wollte ich so Bahnen schwimmen, aber es wurde ein Slalomschwimmen, denn die Tatsache, dass alle sich kannten und alle einen unbändigen Mitteilungsdruck hatten, führte zu Klumpenbildungen. Und wenn man dann so einen Klumpen schwimmend durchtrennt, dann erfährt man etwas über essentielle Entscheidungen wie Ich hab überlegt, ob ich Rosenkohl oder Blumenkohl machen soll. Da hab ich den Rosenkohl genommen. Gut, das wäre also klar. Zwei Männer haben sich in die Themenwelt des HighTech gewagt: Des mit dene Laptops, des iss nix. Da hat mer ja nur so e Tastefeld und kaa Knöpp und Rädscher, des iss mer nix. Besser kann man den Unterschied zwischen Laptop und Tower-Computer nicht erklären. Auch von Wundern erfahre ich: Ich hatt so Schmerze in de Schulter, ich hab geflennt. Und dann hat der Dokter mir eine Spritze gegeben - und als ich dehaam war, warn die weg! Wie ein Wunder! Der Gesprächspartner weiß von einem noch größeren zu berichten: Ich hatt ach emol so Schmerze und da war ich bei dem Sohn von dem Dokter, der war noch gar kan ferddische Dokter, der hat noch gelernt, der hat mir die Spritz gegebe unn sofort warn die Schmerze weg. Ich frage mich so beim Vorbeischwimmen, womit der Wunderknabe wohl experimentiert haben mag. Hat er für Papa Medikamententests gemacht? Oder Eigenes aus dem Chemielabor erprobt? Der Mann mit dem Superwunder hat übrigens eine körperliche Auffälligkeit: Ihm fehlt jeweils ein Stück Nasenflügel auf beiden Seiten, was so den Eindruck eines Schweinerüssels entstehen lässt. Während ich so hin- und herschwimme und überlege, wie diese Merkwürdigkeit wohl zustande gekommen sein mag, sehe ich, wie er plötzlich am Rand steht und ein kleines Kind, das eifrig Springen übt, hämisch auslacht, wenn es Bauchplatscher macht. Da weiß ich die Erklärung: Er hat sich diese Schweinenase schnitzen lassen, um seine geistige Haltung körperlich zu unterstreichen. Ja, und dann war da noch so ein ganz Kurzer, Runder, der sich einen Bleigürtel ungebunden hatte (sonst hätte ihn vielleicht sein Kot-Gas-Bauchgemisch überm Wasser gehalten) und der mit stark hilflos anmutenden Bewegungen durchs Wasser dümpelte. Als er rausging, konnte man auf seinem Bleigürtel lesen WATER-RUNNER. Aha! Die Assoziation wäre mir nun so gar nicht gelungen. Trotz allem habe ich mehr als eine Stunde lang zügig und mutig den Slalom geschwommen, in den einen oder anderen Hintern meine Ferse versenkt und fröhlich den Schmerzensschreien gelauscht. Meine Stimmung ist jetzt echt sonntäglich, so friedlich und fröhlich.
Schönen Sonntag wünsche ich euch auch! 
Thursday, November 20. 2008
Heute in der Frühe, als ich so langsam erwachend mein Frühstück gebastelt habe, hörte ich im Radio den Sprecher das Spiel England-Deutschland bespötteln - was mich nicht sonderlich berührt hat. Aber dann hat er was gesagt, was mich noch immer etwas nachdenklich stimmt. Er hat gesagt, er habe einen deutschen Fussballspieler gesehen, der kleiner sei als die "EINLAUFKINDER". Was um alles in der Welt soll ich mir unter "Einlaufkindern" vorstellen? Ich weiß, was ein Einlauf ist, und ich weiß, was Kinder sind. Aber in der Kombination! Unfassbar!  Bevor ich nun grausige Bilder in meinem Inneren bewege auf der Suche nach Sinnstrukturen in diesem Wort, entscheide ich mich dafür, es für die Wortschöpfung eines dieser von Sinn-Empfinden freien Sprecherhirne zu betrachten. Kommt für mich schon mal auf die Hitliste der "Unworte des Jahres".
Saturday, July 12. 2008
Ich hab da was gefunden, was vielleicht schon mal als Weihnachtsgeschenkmöglichkeit vorgemerkt werden kann. Vielleicht kann es den kreativen Geistern unter uns auch als Anregung für weitere Erfindungen dieser Art dienen. http://www.fanmarkt.de/catalog/product_info.php?cPath=15_168&products_id=6394
Thursday, July 10. 2008
Wenn es dem Willen einer Gruppe von Abgeordneten nach geht, soll das Grundgesetz geändert werden, damit Kinder von Geburt an auch ein Wahlrecht haben. Nein, der Säugling soll dann nicht direkt vom Mutterleib aus zur Wahlurne eilen! Vorerst sollen die Eltern im Namen und Sinne des Kindes wählen. Wer also fünf Kinder hat, der darf 6 Wahlzettel mit Kreuzen versehen. Geklärt ist bei dem Entwurf allerdings noch nicht, ob der Vater oder die Mutter diese Kinderstimmen abgegen darf, auch ist noch unklar, ab wann das Kind selbst wählen darf - wenn es laufen kann, wenn es einen Stift halten kann, wenn es das erste Wort verständlich gesprochen hat... Jedenfalls ist dem Bericht in Zeit-Online zu entnehmen, dass diese Abgeordneten das ernst meinen. Es war doch gar noch nicht so heiß, diesen Sommer?! http://www.zeit.de/online/2008/28/kinder-wahlrecht?from=rss
Monday, July 7. 2008
Spiegel-Online veröffentlicht die Einbürgerungstests der deutschen Bundesländer; mit 33 Fragen kann man sich da selbst prüfen. Es wird gefragt nach Adenauer, Hitler, der großen Kapitulation 1945, der Farbe der Fahne von Nordrhein-Westfahlen, aber auch nach Osterbräuchen (richtige Antwort: Eier anmalen - eine eventuell sehr irritierende und abschreckende Antwort für zart besaitete Einwanderungswillige, die sprachlich vielleicht noch nicht so fein differenzieren können). Besonders heiter fand ich die Frage: "Soziale Marktwirtschaft bedeutet, die Wirtschaft ... (richtige Antwort:) richtet sich nach Angebot und Nachfrage, aber der Staat sorgt für einen sozialen Ausgleich." Also, richtiger: Die Antwort ist witzig - oder fast schon arglistige Täuschung der gutgläubigen Einwanderer. Es ist auch sehr lustig, aus den jeweils 4 vorgegebenen Antworten sich das rauszusuchen, was man selbst für zutreffend hält. Man besteht dann zwar den Test nicht - was ja auch egal ist -, aber man kriegt so ein ganz wunderbares Gefühl von Grundehrlichkeit! http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,564453,00.html
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Senf aktuell